Die Kernspintomographie ist eine moderne bildgebende Methode, die detailgenaue Aufnahmen des menschlichen Körpers in allen 3 Schnittebenen ohne Anwendung von Röntgenstrahlen liefert.

Zur Untersuchung wird der Patient in einer Art Röhre gelagert (vorne und hinten offen), welche von einem starken Magnetfeld (Mehrfaches der Erdanziehungkraft) umgeben ist. Hierbei werden die im menschlichen Körper vorhandenen Wasserstoffkerne (Protonen) in gleicher Richtung angeordnet und können dann über die Einschaltung von speziellen Radiowellen gezielt angeregt werden. Das hierbei zurückgesendete Signal wird dann von einem leistungsfähigen Computersystem in Bilddaten verwandelt.

Mit diesem Verfahren können Schichtaufnahmen sämtlicher Köperregionen erstellt werden, so z.Bsp. Gehirn, Wirbelsäule, Gelenke und auch innere Organe.
 


Die Untersuchung ist derzeit nicht geeignet für Patienten, die einen Herzschrittmacher tragen. Bei Patienten, die im Körper metallene Fremdkörper (Metallsplitter, OP-Clips, Gelenkprothesen) sowie auch im Falle einer Schwangerschaft muß im Einzelfall entschieden werden, ob eine Kernspintomographie möglich und sinnvoll ist.

Bei den angewendeten Magnetfeldstärken sind Schädigungen des Körpers nicht zu befürchten. Bei einigen Untersuchungen muß ein sog. paramagnetisches Kontrastmittel in eine Armvene gespritzt werden, welches in der Regel sehr gut verträglich ist.


Nützliche Informationen
Die Meßzeit, die je nach zu untersuchendem Körperabschnitt unterschiedlich ( etwa zwischen 15 und 45 Minuten) liegt ist von einem Klopfgeräusch begleitet. Die Assistentinnen bieten hierzu Ohrstöpsel oder Kopfhörer mit Musik an.

Während der Untersuchungzeit sollte der Patient ruhig und entspannt liegen, da Bewegungen Störungen der Bilder verursachen können.
Bei Patienten, die sehr ängstlich sind und/oder unter Platzangst leiden können gerne Beruhigungsmittel in Form von Tabletten oder einer Injektion verabfolgt werden. In diesem Fall darf der Patient im Anschluß für einige Stunden kein Fahrzeug führen.
 

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